Der Heidelberg bei Blankenburg

 

Als Heidelberg ( früher "Heidenberg?" wird ein Bergbereich der Teufelsmauer bei Blankenburg genannt, der sich zwischen dem Großvaterfelsen und dem Sautrog befindet. Inzwischen gilt die Bezeichnung fast für die gesamte Nordseite. Hierbei ist besonders der letzte Bereich vor dem "Sautrog" sehr interessant. Dieser wird heute die  "Heidelbergwarte" genannt.

 

 

Die Heidelbergwarte ist eine kleine Hochfläche zwischen den Felsen der Teufelsmauer. Genau an dieser Stelle gabelt sich hier der Felsengrat in zwei Züge und umschließt diese Hochfläche. Es war ein abgeschiedener Ort, abseits der Wege. Zwei Pfeil-Markierungen auf dem nordischen Jahreskreis dort weisen genau auf Walpurgis. Die vielen Kerben und Markierungen in den Felsenkämmen dienten der genauen Datumsbestimmung. An den Felsen ringsum konnte man mit wenig Aufwand zur Mitte hin zeltähnliche Behausungen bauen, die für die Dauer der Walpurgisfeier ausreichten. Nach meiner Einschätzung hat man schon früher genau an dieser Stelle "Walpurgis" gefeiert, als an den damals sehr schlecht erreichbaren Hexentanzplatz noch nicht zu denken war. Dort hinauf sind die Anhänger "des alten Glaubens" sicher erst später, in der Zeit der Christianisierung,  gezogen, als die "Heidelbergwarte" zu unsicher wurde.   

 

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